Maschinensicherheit Folgen Pandemie CE-Kennzeichnung Ingenieurbuero Augsburg

Der Einfluss der Pandemie auf die Maschinensicherheit

Seit mittlerweile über eineinhalb Jahren bestimmt das Coronavirus unser aller Leben. Nicht nur im privaten Bereich, auch im Bereich des Warenverkehrs und in der Produktion waren und sind die Auswirkungen von Corona nicht ohne Folge. Welchen Einfluss die Corona-Pandemie damit auch auf die Anforderungen an die Maschinensicherheit ausübt, möchten wir in diesem Blogbeitrag näher betrachten.

Grenzschließungen und Engpässe in den Lieferketten

Die Corona-Pandemie mit Beginn im März 2020 hat gezeigt, wie extrem empfindlich der weltweite Warenfluss gegenüber von unerwarteten Einflüssen ist. Insbesondere Grenzschließungen sorgten für eine Beschränkung des Güterverkehrs. Der internationale Warenfluss kam nahezu zum Stillstand. Ein Wiederanlauf der Produktion war aufgrund der Engpässe bei den globalen Lieferketten nicht möglich. Somit mussten Betriebe sogar ihre Produktion stoppen.

Einfluss Pandemie Maschinensicherheit Grenzschliessungen Lieferengpaesse

Die Hochschule Karlsruhe hat bereits vor der Pandemie eine Online Umfrage zur Thematik, wie sich denn Störungen in der Lieferkette auswirken, bei 655 produzierenden Unternehmen aus 16 führenden Industrienationen durchgeführt. Sie kamen zum Ergebnis, dass ohnehin in absehbarer Zeit es zu verstärkter Rückverlagerung von Produktionsaktivitäten aus dem Ausland sowie zum parallelen Ausbau lokaler und globaler Lieferketten kommen wird.

Unternehmen müssen reagieren und eine neue Lieferkette aufbauen

Nach der Pandemie müssen nun die Unternehmen genau auf diesen Zustand reagieren und eine Lieferkette aufbauen, die auch bei unerwarteten Einflüssen standhält. Durch die Digitalisierung der Logistikinfrastruktur wird zwar die weltweite Vernetzung bestehen bleiben, jedoch entsteht bei der Produktion der Wandel wieder zurück in die lokale Produktion.

Umstrukturierung von Maschinenparks und Produktions-/Fertigungslinien unter den Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

Um das realisieren zu können, müssen die vorhandenen Maschinenparks umstrukturiert und optimiert oder neue Produktions-/Fertigungslinien hergestellt werden. Dabei stellt die Sicherheitstechnik eine große Hürde dar. Aufgrund der Anforderungen aus der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und den jeweiligen Produktnormen werden Erneuerungen und Anpassungen in der Steuerung erforderlich, um den Betrieb der Maschinen weiterhin sicher zu gewährleisten.

Industrie 4.0 Maschinensicherheit Prozesse CE-Kennzeichnung

Das Konzept Industrie 4.0 und die Folgen für die CE-Kennzeichnung

Das Organisationsgestaltungskonzept Industrie 4.0 unterstützt dabei die Automatisierung durch eine umfassende Digitalisierung der industriellen Produktion. Ein wichtiger Bestandteil davon ist die Vernetzung der Maschinen, Sensoren und Menschen miteinander. Die Gestaltung, Kontrolle und Steuerung von Prozessen müssen dabei unter dem Aspekt der Funktionalen Sicherheit realisiert werden.

Dies bedeutet, dass die Gestaltung und Integration sicherheitsbezogener Teile von Steuerungen den Anforderungen aus der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und den harmonisierten Normen EN ISO 13849-1 und EN ISO 13849-2 entsprechen zu haben. So müssen alle Maschinen nach einer wesentlichen Veränderung gemäß der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG die höchste Sicherheitsstufe, also die bestmögliche Technologie die technisch umsetzbar ist, aufweisen und ggf. dem Konformitätsverfahren unterzogen werden, um die rechtlich notwendige CE-Kennzeichnung ausweisen zu können.

Ebenfalls lassen sich, geänderte Produktanforderungen oder notwendige Wertschöpfungsanpassungen am Prozess für geringere Stillstandszeiten oder größere Stückzahlen, mit dem bestehenden Maschinenpark nicht immer so ohne Weiteres umsetzen. Denn zum Beispiel sind alte Steuerungen abgekündigt, sodass keine Ersatzteile mehr zur Verfügung stehen. Darüber hinaus kann der Gesamtwirkungsgrad der alten Antriebssysteme, aufgrund Ihrer Beschaffenheit, nicht optimiert werden. Moderne Antriebssysteme hingegen sind wartungsfrei, dynamischer und besitzen eine hohe Verfügbarkeit.

Bei der Gestaltung der Schnittstelle zwischen Menschen und Maschine gilt es daher eine maximale Sicherheit für den Bediener oder das Wartungspersonal zu gewährleisten und zugleich eine ressourceneffiziente nutzungsgerechte Anlagengestaltung zu projektieren.

Sie sind auf der Suche nach Unterstützung im Bereich CE-Kennzeichnung?

Unser Ingenieurbüro PEKER Safety Engineering steht Ihnen gerne rund um die Digitalisierung der Produktion, die Funktionale Sicherheit und das Konformitätsverfahren zum Ausweis der rechtlich notwendigen CE-Kennzeichnung zur Seite.
Kontaktieren Sie uns gerne unter: info@pkr-engineering.de oder telefonisch unter +49 821 650 605 55.